Unterstützung bei Trauer und dessen Folgen in meiner psychotherapeutischen Praxis in Wien

Trauer ist eines der wenigen schmerzlichen Erlebnisse, mit dem alle Menschen irgendwann in Berührung kommen. Es ist daher ein natürlicher Teil des menschlichen Lebens.

Manchmal können die dadurch auftretenden Gefühle von Traurigkeit und Verzweiflung überhand nehmen. Wenn das Trauern nicht aufhört trotz einer langen Trauerphase, oder zu stark ist, um es alleine auszuhalten, macht es Sinn, wenn Sie sich professionelle Hilfe suchen. Eine Psychotherapie ist eine gute Möglichkeit, sich genau diese Hilfe zu holen.

In meiner psychotherapeutischen Praxis in Wien stehe ich Ihnen daher gerne unterstützend und empathisch in Ihrem Trauerprozess zur Seite.



Wie macht sich Trauer bemerkbar und was gibt es für Symptome?

Trauer zeigt sich durch eine Reihe körperlicher und psychischer Symptome, sowie Veränderungen im Sozialverhalten:

  • Innere Unruhe

  • Schlaflosigkeit

  • Antriebslosigkeit

  • Konzentrationsstörungen

  • Appetitmangel oder Heißhunger

  • Depressive Verstimmungen

  • Körperliche Beschwerden als Folge der psychischen Wirkung der Trauer

  • Rückzug und Isolation

  • Sinn-Verlust



Das Tabu in Trauer und Tod

Die Themen Trauer und Tod sind oft mit Tabus belegt. In unserer Gesellschaft wird wenig über den Tod und das Sterben gesprochen. Vieles wird verdrängt. Durch dieses Tabu fällt es vielen Menschen dann schwer mit ihren Gefühlen von Verlust klar zu kommen.

Ein weiteres Tabu ist jenes der negativen Gefühle gegenüber der verstorbenen Person. Häufig besteht die Erwartung von Angehörigen, um einen scheinbar geliebten Menschen zu trauern. Manchmal gab es aber kein liebevolles Verhältnis zu der verstorbenen Person. Vielleicht gab es sogar gute Gründe für starke negative Emotionen. In einer Psychotherapie haben Sie die Möglichkeit, auch diesen negativen Gefühlen Raum zu geben.



Was kann Psychotherapie bei Trauer leisten?

Psychotherapie kann Ihnen in einem Trauerprozess dabei helfen:

  • sich bewusst mit der Trauer auseinanderzusetzen und diese zu verarbeiten

  • Ihr Leben wieder erträglicher und lebenswerter zu machen

  • Symptome der Trauer zu lindern und zu beseitigen

  • neue Sinn- und Zukunftsperspektiven zu entwickeln



Wie funktioniert Psychotherapie bei Trauer?

Der Trauerprozess ist sehr individuell und hat daher kein Patentrezept in der Psychotherapie. Es gibt jedoch eine Reihe von Möglichkeiten in der Psychotherapie. Gemeinsam finden wir den richtigen Weg für Sie:

  • Zulassen von Trauer und den damit einhergehenden Gefühlen, um loslassen zu können

  • Wiedererzählen von Erlebnissen und Erfahrungen mit der verstorbenen Person in der Psychotherapie

  • Ein Tagebuch über die eigenen Trauergefühle führen und so den Trauerprozess reflektieren

  • Briefe an die verstorbene Person schreiben, um einen Abschied zu ermöglichen

  • Stärkung des eigenen Wohlbefindens und Selbstfürsorge während und auch nach dem Trauerprozess

  • Herausarbeiten von Freizeitgestaltung und Hobbys, um sich auch von der Trauer ablenken zu können → Ausgleich ist wichtig



Die Trauerphasen und die Traueraufgaben – zwei Herangehensweisen

Im Folgenden möchte ich Ihnen zwei unterschiedliche Arten darlegen, wie Sie den Trauerprozess betrachten können. Da gibt es zum einen die klassische Betrachtungsweise in Form der Trauerphasen und zum anderen das neuere Modell der Traueraufgaben.



Die Trauerphasen – eine klassische Betrachtung

Das Trauern gliedert sich hierbei in 4 Phasen:

  1. Das Leugnen dauert in der Regel ein paar Tage und ist ein emotionaler Betäubungszustand. Der Tod der verstorbenen Person wird geleugnet, will nicht wahrgehabt werden.
  2. Das Intensive Aufbrechen von Emotionen lässt die zuvor unterdrückten Gefühle zu Tage treten. Dazu gehören Wut, Hass, Angst, Verzweiflung und Sehnsucht. Oft wird auch nach einer schuldigen Person gesucht, die für den Tod der verstorbenen Person verantwortlich sein soll. Dies kann die trauernde Person selbst sein, oder andere Personen.
  3. Beim Suchen, Finden, Loslassen werden Erlebnisse und Erfahrungen mit der verstorbenen Person neuerlich durchlebt. Oft kommt es in dieser Phase zum Rückzug. Beendet wird sie mit der Aussöhnung mit dem Verlust.
  4. Mit Akzeptanz und Neuanfang wird der Abschied von der verstorbenen Person vollzogen. Der Umgang mit dem Verlust fällt leichter. Es ist jedoch ein kein Vergessen sondern ein Abschließen. Die verstorbene Person wird immer in Erinnerung bleiben. Schlussendlich finden Sie in Ihren Alltag zurück.

Die Trauerphasen sind die klassische Betrachtungsweise des Trauerprozesses. Im folgenden möchte ich Ihnen eine neuere Sicht auf die Trauer zeigen.



Die Traueraufgaben – ein neues Modell

Basierend auf diesem Modell nach William W. Worden treten an die Stelle der Trauerphasen die sogenannten Traueraufgaben:

  1. Die Wirklichkeit des Verlusts und des Todes der verstorbenen Person akzeptieren
  2. Den Trauerschmerz und die Vielfalt der damit verbundenen Gefühle durchleben
  3. In der neuen Realität ankommen, in der die verstorbene Person fehlt
  4. Der verstorbenen Person einen neuen Platz zuweisen, in der Erinnerung

Diese Traueraufgaben ermöglichen es Ihnen, Ihren Trauerprozess aus einer aktiveren Rolle heraus zu betrachten. Sie können aktiv daran arbeiten, dass es Ihnen besser geht.



Sie haben noch keine Erfahrung mit Psychotherapie?

Auch der Ablauf einer Psychotherapie gliedert sich wie der Trauerprozess in vier primäre Phasen:

  • Das Erstgespräch (1 Stunde): Das Erstgespräch ist ein gegenseitiges Kennenlernen. Sie bekommen einen Ersteindruck von mir als Therapeut und ich höre zum ersten Mal, weshalb Sie eine Psychotherapie machen wollen.

  • Die Anamnese (ungefähr 2 bis 5 Stunden): Hier gehen wir Ihre bisherige Lebensgeschichte durch von der Kindheit bis heute. Dadurch habe ich für die weitere Therapie einen grundsätzlichen Überblick über Ihr bisheriges Leben.

  • Die Psychotherapie (ungefähr 50 bis mehrere hundert Stunden): In der Therapie selbst können Sie alles zum Thema machen. Frei nach dem Motto, alles darf, nichts muss. Wann und wie oft wir über das Thema Trauer reden können Sie entscheiden.

  • Abschluss der Psychotherapie (ungefähr 1bis 10 Stunden): Wir lassen Ihre Psychotherapie Revue passieren und sehen uns an, was sich alles getan hat. Wie ging es Ihnen, als Sie die Therapie begonnen haben und was haben Sie alles für Veränderungen erlebt. Zum guten Ausklingen wird gegen Ende der Psychotherapie die Häufigkeit der Therapiestunden reduziert, z.B. alle 14 Tage statt jede Woche. So können Sie sich gut an die Zeit nach Ihrer Psychotherapiegewöhnen.



Meine psychotherapeutische Praxis in Wien – Wo ich Sie in Ihrem Trauerprozess unterstütze

Meine Psychotherapiepraxis liegt in 1100 Wien, Favoriten und ist nur drei Busstationen von der U1-Station Reumannplatz entfernt.

Von dort aus fahren Sie mit der Linie 7a bis zur Station Fernkorngasse in der Davidgasse. Sie biegen einfach in die nächste Straße ein und schon sind Sie bei meiner Praxis in der Ferkorngasse 56.

Eine andere Anreisemöglichkeit ist die Straßenbahnlinie 6 bis zur Station Wien Nielreichgasse. Von einmal links in die Nielreichgasse und dann die dritte Straße wieder in die Davidgasse und von da aus wieder in die Fernkorngasse.

Vom Reumannplatz aus sind Sie so in nur 10 Minuten in meiner Praxis in der Fernkorngasse 56 angekommen.